Holzspalter im Test: Kleinholz gemacht
Gemütlich vor dem eigenen Kamin oder Ofen sitzen und das Knistern des brennenden Holzes genießen – besonders in der kalten Jahreszeit ist das mehr als eine verlockende Vorstellung. Bevor das Holz in den Kamin passt, muss es klein gesägt und gespalten werden. In einem aktuellen Test von Januar 2012 hat die Stiftung Warentest 10 Spaltgeräte getestet – mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Die Investition lohnt sich
Im Handel kann der Kunde zwischen Waagerecht- und Senkrechtspalter wählen. Die Waagerechtspalter besitzen weniger Leistung und eignen sich für Besitzer, die gelegentlich den Ofen befeuern. Günstige Modelle sind bereits ab 150 Euro erhältlich, beispielsweise der Obi/CMI C-HS-4T-1500 B. Geräte wie der Elektra Beckum HS 5001W können aber auch locker das doppelte Kosten – 300 Euro verlangt der Hersteller für sein Modell.
Senkrechtspalter kosten deutlich mehr. Sie haben dafür aber auch mehr Leistung und können entsprechend mehr Holz in der gleichen Zeit spalten. Von den drei Spaltern im Test war der Güde DHH 1050/8TC mit 450 Euro das preiswerteste Gerät im Vergleich.
Der Kauf eines eigenen Spalters macht sich mit der Zeit lohnenswert und die Investition amortisiert sich. Wer sein Brennholz selbst spaltet, zahlt oftmals nur 30 Prozent von dem, was für bereits brennfertiges Holz verlangt wird. Die Stromkosten für den Betrieb der Geräte halten sich ebenfalls in Grenzen, alle Modelle im Vergleich verbrauchen recht wenig Strom.
Waagerechtspalter: Es hält sich die Waage
Sieben Waagerechtspalter im Test – nur ein Gerät kann wirklich überzeugen und erreicht als Testsieger knapp das Gesamturteil „Gut“. Die Atika ASP 4-370 kann mit seiner guten Spaltkraft und der einfachen und recht sicheren Handhabung überzeugen. Die Investitionskosten von unter 200 Euro machen dieses Modell zu einem empfehlenswerten Spalter.
Das breite Mittelfeld beherbergt unter anderem den Güde Spalty W 370/4T (169 Euro) und das teuerste Gerät von Elektra Beckum – beide mit dem Gesamturteil „Befriedigend“.
Zwei Geräte erhalten aufgrund einer gefährlichen Konstruktionsschwäche nur ein mangelhaft. Die Gefahr eines Kabelbruchs besteht beim AL-KO KHS 3700, zudem ist der Handschutz sehr eng. Nicht für draußen geeignet – da nicht spritzwassergeschützt – ist der Woodster Ich 45. Das macht diesen Spalter für den normalen Gebrauch schlichtweg ungeeignet.
Senkrechtspalter . Immer schön senkrecht
Auch wenn der Konkurrenzkampf unter den drei Senkrechtspaltern nicht so groß war – überzeugen konnten alle drei Geräte im Vergleich, nur geringfügige Unterschiede wiesen die Modelle auf, sie erreichten allesamt das Gesamturteil „Gut“.
Knapper Testsieger wurde der scheppach Ox 1-850, zugleich mit fast 800 Euro der preisintensivste Spalter. Er bietet aber als einziger Holzspalter zusätzliche Sicherheitseinrichtungen und weist eine hohe Spaltkraft auf.
Direkt auf dem Fuße folgen der Atika 8 N – 400 und der Güde DHH 1050/8TC. Sie sind mit einem Kaufpreis von 490 beziehungsweise 450 Euro deutlich preiswerter.
Atika stellt das stärkste Gerät im Vergleich und der Spalter lässt sich grundsätzlich auch sehr einfach und sicher bedienen. Probleme weist er lediglich – wie insgesamt alle Spalter im Test – bei Meterholz auf. Der Preis-Leistungssieger von Güde muss sich nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Das preiswerteste Modell leistet zwar weniger Spaltkraft als vom Hersteller angegeben, die Spaltleistung ist aber insgesamt gut.





